Zum Hauptinhalt springen

PVM Tagung: GI-Fachtagung PVM2023 - Nachhaltige IT-Projekte

Am 16. und 17. November 2023 treffen sich in Hagen zum neunten Mal Forscher:innen, Akademiker:innen, Berater: innen, Ingenieure:innen und Fachleute aus der Industrie, um die Zukunft der projekthaften Zusammenarbeit mitzugestalten.

Datum und Uhrzeit

16.11.2023, 08:00 - 17.11.2023, 17:00
Im Kalender speichern

Beschreibung

Wirtschaft und Gesellschaft befinden sich in einem Prozess fortschreitender Digitalisierung bzw. digitaler Transformation. Der technische Fortschritt scheint dabei immer wieder neue Gestaltungspotenziale zu eröffnen, die in der Folge zu Projektaufträgen führen. Diese Projektaufträge werden heute durch weitere Anforderungen angereichert, die gesellschaftliche Trends und politische Vorgaben widerspiegeln. Insbesondere Nachhaltigkeitsanforderungen, z. B. vor dem Hintergrund des Energieverbrauchs von IT, werden zunehmend Bestandteil von Projektaufträgen. Einerseits sollen IT-Lösungen eine effizientere Nutzung vorhandener Ressourcen gewährleisten, andererseits ist die IT selbst Ressourcenverbraucher und die Projektverantwortlichen müssen diese Herausforderung in das Projekt tragen und letztlich den Projekterfolg auch unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten nachweisen. 

Auf dem Weg zur Nachhaltigkeit kann die IT sowohl positive Impulse setzen als auch negative Folgen verursachen. Auf der einen Seite ist der enorm hohe Energieverbrauch von Streaming-Diensten für den privaten Konsum, für den Betrieb von Cloud-Lösungen oder für den Aufwand der Online-Logistik zu nennen. Auf der anderen Seite generiert die IT massive Einsparpotenziale durch intelligente Konzepte im Smart-Home-Bereich oder durch Überwachungs- und Steuerungsanwendungen in vernetzten Energiesystemen.

Kunden, Investoren, Aufsichtsbehörden und Mitarbeitende fordern zunehmend, dass Unternehmen ökologisch verantwortlich und sozial verträglich agieren und über entsprechende Governance-Strukturen und Vorgehensmodelle verfügen. Immer mehr Investoren beziehen ESG-Elemente (Environment, Social, Governance) in ihre Anlageentscheide ein. Dies umfasst ökologische und soziale Aspekte sowie Aspekte der verantwortungsvollen Unternehmensführung.

Dem steht gegenüber, dass die Berücksichtigung von Umweltverträglichkeit und sozialer Gerechtigkeit betriebswirtschaftlichen Aufwand verursacht, der zu höheren Kosten führt. Der Nutzen nachhaltiger Projekte ist jedoch meist nicht kurzfristig realisierbar und daher nur schwer mit einer „quartalsorientierten“ Denkweise vereinbar.

Projekte sind das zentrale Mittel, um Veränderungen von und in Organisationen zu bewirken. Organisationen müssen sich zukünftig sowohl bei der Projektauswahl, der Projektdurchführung und -definition als auch bei der Bewertung von Projektergebnissen mit Nachhaltigkeitsaspekten auseinandersetzen und entsprechende Vorgehensmodelle etablieren.

Alle weiteren Informationen finden Sie auf der Website der Tagung.